Württembergische Staatseisenbahnen

Home ] Neues auf der Seite ] Modellbahn ] Um- und Selbstbau ] Die große Eisenbahn ] Anstrich und Bezeichnung der Länderbahnen ] Literaturliste ] Links ] Impressum ] [Gästebuch]


 

Württembergischer Litera J

Württ. Ac (Albrecht Ebinger)
Württ. ADh (Albrecht Ebinger)
Württ. T3
Württ. T4a
Württ. T5 (Albrecht Ebinger)
Württ. T9
Württ. T14
Württembergischer Gefangenenwagen
Württembergischer Gm
Ein anderer Gm
Württembergischer Litera H
Württembergischer Litera J
Württembergischer Litera K
Württembergischer Litera M
Württembergischer Zichorienwagen
Württembergischer Ni
Württembergischer Omq
Württembergischer Gaswagen (Christian Sauer)
Badischer SSml
Elsass-Lothringen S
Elsass-Lothringen Sl
Baureihe 02
Umbauten Albrecht Ebinger
Personenwagen Bernd Beck
Güterwagen Bernd Beck
Baubericht Sächsischer Di (Nils Moh)
Umbau: Sächsischer Gm (Nils Moh)
Baubericht Sächs. Ommt (Nils Moh)
Württ. Besandungsanlage (Albrecht Ebinger)
Rudersberg (Albrecht Ebinger)

 

Ich weiß, Märklin hat einen und Raimo hatte auch mal einen. Der von Raimo war sogar gar nicht so schlecht. Der Märklinwagen stimmt in allen Maßen nicht und das Fahrgestell ist "unbeschreiblich". Dermaßen, nach einer Nachfrage beim Länderbahnforum, desillusioniert half nur noch der Selbstbau. Nun gibt es nicht nur eine Bauform des Litera J. Von den drei die zur Auswahl stehen habe ich die jüngste ausgewählt. Diese hat schon ein eisernes Fahrgestell. Die Stirnwände waren herausnehmbar und konnten aufgeklappt werden. Das mit dem abnehmen war wohl einfach so, dass die Wände über die aufgesetzten Profile gesteckt waren. Wie das Gelenk zum klappen ausgesehen hat konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Es dürfte ein einfacher Drehbolzen gewesen sein. 
Vorhanden war eine Skizze aus dem Wagenverzeichnis und ein Bild eines ähnlichen, aber älteren Litera J.  Mit soviel Unwissen ausgestattet kann der Bau ja kein Problem sein.

Immerhin gibt es ein Fahrgestell von Brawa. Die gibt es zwar nicht einzeln, als Ersatzteil, aber wer braucht schon sechs Latrinenwagen ;-). Das Fahrgestell muss nur gekürzt werden.
Interessanter wird es beim Wagenaufbau. Dieser entstand komplett aus Polystyrol. Wie schon beim Litera K waren es wieder die Profile. Fertige U-Profile aus Kunststoff haben keine scharfen Kanten. Das sieht nicht gerade gut aus. Zu allem Übel sind sie auch noch zu groß. Da waren doch noch geätzte Profile von Bavaria irgendwo. Die hatten sogar Nieten. Schön wär's. Messing und Polystyrol zu verkleben geht zwar, mit Sekundenkleber. Aber so richtig geklebt ist das nicht. Außerdem sind die feinen Profilchen sehr leicht zu verbiegen, was unterhalb des Wagenkastens schnell passiert ist. Also doch Polystyrol! Und wieder wie beim Litera K, auch diesmal die U-Profile, aus einzelnen Profilchen 0.25 x 0,5mm zusammengesetzt. Die Türen, bzw. deren Rahmen, habe ich aus Profilen auf die durchgehenden Seitenwände aufgesetzt. Bei den Scharnieren und dem Türverschluss ist dass ein ganz besonderes Vergnügen. Um auch innen wenigstens eine Bretterstruktur zu bekommen wurden alle Wagenwände aus zwei Hälften 0,5mm starken Polystyrol zusammengesetzt.
Und so wird er, unlackiert und wieder ohne die Nieten. Wenn dass so weiter geht, bin ich bald "der, ohne die Nieten":

Lackiert sieht das Ganze nun gar nicht schlecht aus.

Noch mal im Original zum Vergleich.

Quellen:
Bernd Beck, Schwäbische Eisenbahn, Gebr. Metz Verlag Tübingen 1989.
Bildliches Verzeichnis der Wagen, Teil II, Güterwagen.