|
Ich weiß, Märklin hat einen und Raimo hatte
auch mal einen. Der von Raimo war sogar gar nicht so schlecht. Der Märklinwagen
stimmt in allen Maßen nicht und das Fahrgestell ist
"unbeschreiblich". Dermaßen, nach einer Nachfrage beim Länderbahnforum,
desillusioniert half nur noch der Selbstbau. Nun gibt es nicht nur eine Bauform
des Litera J. Von den drei die zur Auswahl stehen habe ich die jüngste
ausgewählt. Diese hat schon ein eisernes Fahrgestell. Die Stirnwände waren
herausnehmbar und konnten aufgeklappt werden. Das mit dem abnehmen war wohl
einfach so, dass die Wände über die aufgesetzten Profile gesteckt waren. Wie
das Gelenk zum klappen ausgesehen hat konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Es
dürfte ein einfacher Drehbolzen gewesen sein.
Vorhanden war eine Skizze aus dem Wagenverzeichnis und ein Bild eines
ähnlichen, aber älteren Litera J. Mit soviel Unwissen ausgestattet
kann der Bau ja kein Problem sein.

Immerhin gibt es ein Fahrgestell von Brawa. Die
gibt es zwar nicht einzeln, als Ersatzteil, aber wer braucht schon sechs
Latrinenwagen ;-). Das Fahrgestell muss nur gekürzt werden.
Interessanter wird es beim Wagenaufbau. Dieser entstand komplett aus Polystyrol.
Wie schon beim Litera K waren es wieder die Profile. Fertige U-Profile aus
Kunststoff haben keine scharfen Kanten. Das sieht nicht gerade gut aus. Zu allem
Übel sind sie auch noch zu groß. Da waren doch noch geätzte Profile von
Bavaria irgendwo. Die hatten sogar Nieten. Schön wär's. Messing
und Polystyrol zu verkleben geht zwar, mit Sekundenkleber. Aber so richtig
geklebt ist das nicht. Außerdem sind die feinen Profilchen sehr leicht zu
verbiegen, was unterhalb des Wagenkastens schnell passiert ist. Also doch
Polystyrol! Und wieder wie beim Litera K, auch diesmal die U-Profile, aus einzelnen
Profilchen 0.25 x 0,5mm zusammengesetzt. Die Türen, bzw. deren Rahmen, habe ich
aus Profilen auf die durchgehenden Seitenwände aufgesetzt. Bei den Scharnieren
und dem Türverschluss ist dass ein ganz besonderes Vergnügen. Um auch innen
wenigstens eine
Bretterstruktur zu bekommen wurden alle Wagenwände aus zwei Hälften 0,5mm
starken Polystyrol zusammengesetzt.
Und so wird er, unlackiert und wieder ohne die Nieten. Wenn dass so weiter geht,
bin ich bald "der, ohne die Nieten":

Lackiert sieht das
Ganze nun gar nicht schlecht aus.

Noch mal im Original
zum Vergleich.

Quellen:
Bernd Beck, Schwäbische Eisenbahn, Gebr. Metz Verlag Tübingen 1989.
Bildliches Verzeichnis der Wagen, Teil II, Güterwagen.
|