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Es gibt auch noch andere Varianten der württ. T
3 als das Modell welches uns Brawa anbietet. Ein Blick in das Buch "Die
Baureihe 893-4 Die württembergische T 3", von Werner Willhaus
beim EK erschienen, zeigt dass die Anzahl der Variationen schier unbegrenzt ist.
Mir hat es die "89 409" angetan. Nach
der Umzeichnungsliste war es die württ "886", geliefert am 28. August
1913 von der Maschinenbau-Gesellschaft Heilbronn. Sie trägt einen schönen
Krempenschornstein, den sie, wie Bilder
im obengenannten Buch verraten, auch noch als Reichsbahnlok behalten hat . Das Sicherheitsventil ist schon an seinen Platz
zwischen Dampfdom und Sandkasten gerückt. Und, es lebe der Unterschied, bei mir
hat sie auch schon den Kohlenkastenaufbau und den Lüfteraufsatz auf dem
Führerstand erhalten. Die langen Rangiertritte am Führerhaus sind schon
angebracht und die
entsprechenden Rangiergriffe darüber. Als kleine Besonderheit hat die Lok noch
einen Tritt am seitlichen Wasserkasten.
Der Umbau
Zunächst habe ich die
sehr bruchgefährdeten Griffstangen am Führerhaus und an Wasserkästen durch
Griffstangenhalter von Weinert und 0,3mm Messingdraht ersetzt. Dabei werden auch
gleich die zusätzlichen Griffstangen in Form eines umgedrehten U's angebracht.
Der Krempenschornstein ist als Ersatzteil für die württ. Fc von Brawa zu
beziehen. Da es ein Steckteil ist kann er problemlos ausgetauscht werden.

Nun wird das Sicherheitsventil entfernt. Ein neues von Günther rückt an den
Platz zwischen Dom und Sandkasten. Zuvor müssen die beiden Rohre gekürzt
werden und aus Griffstangenhaltern und Draht die Ausgleichshebel angebracht
werden. Leider ist diese Bauform von den Kleinserienherstellern nicht zu
bekommen. Notfalls tut es aber auch ein normales Ramsbotton-Ventil.
Die Tritte am Wasserkasten stammen von Weinert.
Das Ventil am Dom habe ich durch ein Messingdrehteil (Feile und Bohrmaschine)
ersetzt, da sich das alte sehr schnell verabschiedet hat. Nun kommt ein
Lüfteraufsatz aus Polystyrol auf das Führerhausdach. Der Pfeifenzug muss
dafür etwas nach vorne rücken.
Der Kohlenkastenaufsatz wird aus Polystyrol hergestellt und angebracht.
Die verlängerten Rangiertritte am Führerhaus habe ich aus Messinprofil und
Blech zusammengelötet.
Jetzt werden die aufgedruckten Schilder mit einem Glashaarradierer entfernt und
das Schild an der Rauchkammertür abgeschnitten und verschliffen.

So vorbereitet kann das Maschinchen lackiert werden. Ich habe schwarz gewählt,
da der Zustand kurz vor der Umnummerierung dargestellt werden soll. Die Lok hat
nun noch ihre alte Nummer 886 aus weißen! Letrasetzahlen erhalten. Auf den
erwähnten Fotos ist die Nummer lediglich aufgemalt und sieht zumindest weiß
aus.
Tja, dass war's dann auch schon. Ich nehme an nachdem ich die Lok nun umgebaut
habe wird Brawa diese Version sicherlich bald als Großserienmodell bringen ;-).
Nachtrag: Es kam wie es kommen musste. Brawa brachte die
Variante, sogar fast richtig lackiert ;-).

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