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von Albrecht Ebinger

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der
Wieslaufbahn-Teilstrecke Rudersberg – Welzheim am 24. Nov. 2011 findet
auch vom 16. Sept. bis Mitte Nov. eine Ausstellung im Welzheimer Museum
statt. Neben Zügen, welche während der vergangenen 100 Jahre auf der
Wieslaufbahn verkehrten und als H0-Modelle zeitgerafft dargestellt
werden, werden auch meine Gebäude des Bahnhofs Welzheim ausgestellt.
Daher beschloss ich im Vorjahr, die vorhandenen Gebäude zu überarbeiten
und jetzt auch das Nebengebäude zu bauen.
Da die Sommerhalle längst zu einer kleinen Gaststätte mit Kiosk umgebaut
wurde, ich jedoch den Zustand der Gebäude auf die Zeit vor 50 Jahren,
also um 1960 darstellen wollte, wurde sie neu gebaut.

Der Bahnhof
Welzheim entspricht dem württembergischen Einheitsstil Typ IIIb. Bereits
in den 1960er Jahren habe ich das Hauptgebäude mit Sommerhalle (offene
Wartehalle) sowie Güter- und Lokschuppen nachgebaut. Da Pläne von der DB
damals nicht erhältlich waren, wurden diese anhand von Fotos
rekonstruiert
.
Als Baumaterial wurde 2 mm starker Karton sowie
Balsaholz verwendet. Die Fensterrahmen wurden mit einem feinen Malpinsel
auf Klarsichtmaterial aufgetragen. Lediglich die Dachfolie aus Papier
des Hauptgebäudes ist gekauft, die Dachplatten des Lokschuppens sowie
die Kamine stammen von Faller-Bausätzen.

Mühsam wurden die Deckleisten der Holzverschalung mit
Spachtelmasse mittels eines Spezialspachtels nachgebildet, in welchen
Kerben in den erforderlichen Abständen eingefeilt wurden. Wegen dieses
Schwierigkeitsgrades unterblieb lange Jahre die Nachbildung des
Nebengebäudes.

Gegenüber damals ist das Angebot an
Baumaterialien heute geradezu luxuriös. Polystyrol-Bauplatten in
verschiedenen Stärken stehen ebenso zur Verfügung wie Fenstereinsätze,
verschiedene Dachplattenmuster und vor allem von „evergreen“ eine
Vielfalt von Streifen und Profilen sowie Profilplatten mit der so
wichtigen Nachbildung der Deckleisten. Da inzwischen auch Kopien von
Bauplänen erhältlich waren, entfiel die Anfertigung anhand von Fotos.
Die diagonal gestalteten Lüftungsgitter entstanden aus
Fliegendrahtgitter, welches mit Epoxidharz vor dem Zuschneiden zunächst
verklebt wurde. Die Verklebung aller Polystyrolteile untereinander
erfolgte mit Nitroverdünnung.
1939 wurden die Außenflächen der Gebäude in einem Beige-Farbton
neu gestrichen, die Fensterläden in einem Rotocker-Farbton. Die Modelle
wurden daher in gleichen Farbtönen mit Alkydharz-Mattlack behandelt. Die
Anschriften entstanden auf dem PC.
 Die Fenster des Lokschuppens mit ihren feinen
Sprossen entstanden aus Zwirnsfaden, welcher in den erforderlichen
Abständen um in ein Holzbrettchen eingeschlagene Nägelchen gespannt, mit
Nitrolack verklebt und damit gleichzeitig versteift wurde. Nun konnten
die Fenster mit einer Rasierklinge passend zugeschnitten werden.
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