Die Personenwagen

Schriften sind die Gedanken des Staats, die Archive sein Gedächtnis.
(Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis), dt.Lyriker, 1772 - 1801)

Illustrierter Überblick

Die sächsischen Personenwagen 1.-3.Klasse waren bis mindestens 1909 einheitlich braun. Danach waren sie wahrscheinlich weiterhin braun, Beweise sind aber bisher nicht bekannt.
Die Wagen der 4.Klasse waren bis mindestens 1917 grau.
Erst 1921 wurde für Normalspurpersonenwagen eine einheitliche grüne Farbe eingeführt. Die Schmalspurwagen blieben davon "vorerst ausgenommen".
Erstaunlicherweise waren die Langträger und Pufferbohlen bis 1910 ebenfalls in Kastenfarbe lackiert.

Vor 1907 verwendete man römische Klassenziffern, gegossene Kronen und Porzellanwagenummern.
Nach 1907 wurden zuerst die Porzellannummern durch Blechtafeln ersetzt,
dann 1911 Klassenziffern und farbige Wappen in Anlehnung an Preußen eingeführt.
Nach 1918 wurden die Wappen wieder weggelassen.
Schmalspurwagen wurden nahezu gleich gestaltet, die Wagennummern aber nur angeschrieben.

AB3ü
Abb.:    Wagen 1./2. Klasse 1893 (nach Werkfoto) [MAN S.43]
Mit Porzellannummer(1893-1904), Gusskrone (1870-1910) und römischen Klassenziffern (1870-1910)
Die sehr dünnen gelbe Zierlinien sind nicht dargestellt.
Foto: Verfasser (Modell: Umbau aus Trix)

Di
Abb.:    Wagen 4. Klasse 1900 (nach Werkfoto) [Preuß S.244]
Mit Porzellannummer(1893-1904), Gusskrone (1870-1910) und römischen Klassenziffern (1870-1910)
An den Klassenziffern fehlt noch die schwarze Schattierung.
Foto: Verfasser (Modell: Eigenbau aus Piko- und Fleischmannteilen)


Abb.:    Wagen 3. Klasse 1912 (nach Werkzeichnung) [Repro Windbergbahnverein]
Mit eckigem Nummernschild (1907-1922), farbigem Wappen (1912-1918)
und arabischen Klassenziffern (1910-1922)
Foto: Verfasser (Modell: Pikoteile)


Abb.:    Wagen 2. Klasse etwa 1920
Mit eckigem Nummernschild (1907-1922) und arabischen Klassenziffern (1910-1922)
Die Wappen wurden nach 1918 nicht mehr angebracht.
Foto: Mit frdl. Genehmigung von Thomas (Modell: Piko)


Abb.:    Wagen 4. Klasse etwa 1920
Mit eckigem Nummernschild (1907-1922) und arabischen Klassenziffern (1910-1922)
Die Wappen wurden nach 1918 nicht mehr angebracht.
Foto: Mit frdl. Genehmigung von Thomas (Modell: Piko)

Ausführliche Betrachtungen

Bei allen folgenden Ausführungen ist zu beachten: Jahreszahlen betreffen immer die Neubeschaffung. Vorhandene Wagen wurden natürlich nicht sofort umlackiert, sondern erst später bei fälligen Untersuchungen.

Dieses Nebeneinander zeigt ein Foto vom Sommer 1912. Darauf sind zeitgleich zu sehen. [Schnellzugloks 1 S.104, Repro Slg. Grundmann]

Die Farbe der Wagenkästen

Auf der Sitzung des "Ausschuß für Personen-, Post- und Gepäckwagen" vom 11.-13.März 1909 berichtete Baurat Herr:

Die Königliche Generaldirektion der Sächsischen Staatseisenbahnen
habe mitgeteilt, daß die sächsischen Personenwagen mit Abteilen I., II.,
III. Klasse bereits einen einheitlichen und zwar braunen Anstrich be-
sitzen, nur die 4. Klasse-Wagen seien grau gestrichen. Sie müsse sich
zur Erleichterung eines raschen Auffindens der 4. Wagenklasse und
auch aus anderen Gründen dafür aussprechen, diese Wagenklasse nicht
in den Anstrich der übrigen Klassen einzubeziehen. Im übrigen wolle
sie gerne Bestrebungen auf Vereinheitlichung des Aussehens der Personen-
wagen aller deutscher Staatseisenbahn-Verwaltungen unterstützen.[Nds47 (Verkehrsarchiv Nürnberg, Slg. W.Diener), erwähnt in Diener(PW) S.17] 


Der preußische Minister für öffentliche Arbeiten hatte im Ministerialerlaß VI.D.103. vom 14.Januar 1909 angeregt, die Farben der Personenwagen in Deutschland zu vereinheitlichen. Der "Ausschuß für Personen-, Post- und Gepäckwagen" sollte sich damit beschäftigen und holte Gutachten mehrerer Staatsbahnen und Lackfabriken ein.
Erfahrungen mit einem etwaigen kleinteiligen Farbschema der Schmalspurbahnen wären (da sachdienlich!) sicher erwähnt worden. Grüne Schmalspurwagen 2. Klasse erscheinen daher unwahrscheinlich. Ein Foto [Seku S.65] zeigt helle Wagen der Gattung 750 (sog. Arbeiterwagen) in einem erkennbar dunkleren Zugverband.
Die seltenen Schmalspurwagen vierter Klasse waren also auch grau.

Für eine Übernahme der preußischen Klassenfarben ( grün / grün / braun / grau ) gibt es keine Belege.
Auch auf eine Übernahme des einheitlich grünen Anstrichs in Preußen ab 1913[Troche S.100] weist nichts hin (siehe unten).

Der Schmalspurtraglastwagen vierter Klasse K561 von 1914 war anscheinend grau, da sein farbiges Wappen extra mit einer dunklen, rechteckigen Fläche unterlegt wurde.
Noch 1917 wurden graue Wagen der 4.Klasse wie der Di 5379 ausgeliefert.
Das nicht eindeutig datierte Foto des Vierteklassewagen Di 5031 (mit farbigem Wappen) wirkt etwas dunkler.

Erst eine Anweisung des Maschinentechnischen Büro vom April 1921 an die Werkstätten weist an

daß alle Personen- und Gepäckwagen den grünen Anstrich erhalten. Die in den Werkstätten vorhandenen braunen und grauen Farben sind aber zuvor aufzubrauchen. (...) Die Schmalspurwagen sind vorerst davon ausgenommen.[Sächs. HStA Findbuch MtB Nr.30, zitiert in: Seku S.163]



Offenbar waren die Personenwagen bis 1921 noch nicht einheitlich grün. Ob in Teilbereichen schon vorher grün verwendet wurde oder nach wie vor 1.-3. Klasse braun, 4. Klasse grau ist aus diesem Wortlaut nicht zu entnehmen.

Bereits vom 23. April 1901 ist eine Anweisung erhalten.
Derzufolge waren die Personenwagen braun zu streichen. Die Wagen der 4.Klasse sind auf allen Fotos sehr hell und waren nach dem oben genannten Zitat grau.
Die Fenstereinsätze waren braunrot gestrichen und es waren dünne gelbe und weiße Zierlinien aufgebracht.[AnweisungVMD, Abteilwagen 2]
Leider wird bei den weiteren Aussagen des Zeitschriftenartikels [Abteilwagen 2] nicht klar, was in der Vorschrift steht, und was einfach so angenommen wird.

Zeichnung
Abb.:    Farbzeichnung aus der Anweisung vom 23. April 1901
Schwarze Linien sind Hilfslinien des Zeichners vor hundert Jahren, keine schwarzen Zierlinien. Die weißen Linien sind in der oberen Zeichnung freigelassenes Papier, in der unteren Detailzeichnung jedoch extra aufgetragenes Deckweiß.
Neu gezeichnet durch den Verfasser nach Repro.[Abteilwagen 2]



Untergestell, Oberlicht und Co.

Untergestell

Die Langträger und Außenflächen der Pufferträger waren bis zur Einführung der farbigen Wappen 1911 in Wagenkastenfarbe lackiert. Eindeutig sieht man das auf dem Werkfoto des 4.Klassewagen Di 4499 (später Citr Sa 98).[Preuß S.244] Im Gegensatz zur Angabe im Buch wurde der Wagen im Jahre 1900 von der Waggonfabrik Gotha geliefert. [Diener, Gotha S.15f] Dieses Foto zeigt auch ein graues Kopfstück und graue Puffersockel. Der Stößel ist schwarz (oder zumindest deutlich dunkler). Schwarzweiße Beweisfotos für nicht-schwarze Langträger an braunen Wagen sind naturgemäß sehr schwer zu finden. Im Artikel [Abteilwagen 2] ist aber ein Görlitzer Werkfoto von 1897 abgebildet, worauf die Schattierung der Revisionsdatenanschrift "Rev" offenbar dunkler ist als der Langträger selbst.
Das letzte eindeutige Foto mit grauem Langträger ist der Di 4863 (aufgenommen am 28. Januar 1910).
Da es nur sehr wenige Schmalspurpersonenwagen 4. Klasse gab, sind Fotos mit eindeutig kastenfarbigem Langträger schwer zu finden. Die Analogie der Güterwagen lässt aber auch hier kastenfarbige Langträger bis 1910 vermuten.

Die Langträger der Wagen mit neuen Wappen erscheinen nicht mehr in Wagenfarbe sondern dunkler, sicherlich schwarz. Beispiele sind der C4 3496 von 1913 [Preuß S.242] und die Stirnseite des C 1396 von 1917 [Preuß S.242] mit dunklem Wagenkasten oder auch der Di 5379 von 1917.[Görlitz S.62] Der Schmalspurtraglastwagen K561 von 1914 hatte anscheinend dunkle Langträger.

Oberlichter

Die Oberlichter waren wohl in Wagenkastenfarbe lackiert.
Da Sachsen nur wenige Oberlichtwagen beschaffte, sind aussagekräftige Fotos selten (AB3ü 122 und 503; AB4ü 250). Vor allem das Werkfoto des AB4ü Nr. 250 zeigt deutlich eine dunkle Oberlichtverkleidung - einschließlich dunkler Lüfterblenden - bei ansonsten sehr hellem Dach.

Zierlinien

Abteilwagen hatten um 1870 hell (gelb?) nachgezogene Abteile.

Zwischen 1890 und 1907 dominierten eckig nachgezogene Abteile und umrandete Türen/Fenster nach der oben wiedergegebenen Vorschrift. Auch Schmalspurwagen folgten diesem Muster, z.B. Doppelwagen K27/K28 vom 14. Oktober 1898 [Seku S.64] und [Seku S.62].
Graue Großraumwagen der vierten Wagenklasse hatten nur schwarz gestrichene Deckleisten und vermutlich keine weitergehenden Zierlinien.
Eigenartigerweise wurde 1894 ein Schnellzugwagen AB3ü 122 mit Zierstreifen nach preußischem Muster geliefert.

Nach 1907 verzichtete man bei Personen- und Schmalspurwagen auf Zierlinien. Nur Deckleisten wurden gelegentlich noch schwarz gestrichen.[z.B. SR 2 S.32]
Schnellzugwagen bekamen noch etwas aufwändigere Zierlinien in Anlehnung an preußische Gepflogenheiten.

Allerdings ist mein Fotomaterial bei weitem nicht aussagekräftig genug für tiefgehende Betrachtungen. Zur Nachbildung eines konkreten Fahrzeuges sollte man ein Vorbildfoto zu Rate ziehen.

Praktisch alle Wagen 1.-3. Klasse 1890-1907 nach der oben gezeigten Vorschrift von 1901
Schnellzugwagen vor 1907 (AB3ü 503 (1893) , A4ü 24 1901)
Schon 1900 Wagen der 4. Klasse (grau mit schwarzen Deckleisten)[Di 4499]
Nach 1907 einzelne Personenwagen mit entsprechenden Deckleisten
Nach 1907 bekamen Personenwagen ohne Deckleisten (insbesondere Abteilwagen) einen einfarbigen Anstrich.
Schnellzugwagen
ABC4ü "Schlafabteilung" (1914)
Erstaunlich: AB3ü 122 (1894) (vgl. AB3ü 503 (1893))
Schnellzugwagen
AB4ü 113, AB4ü 103 (1909)
Schnellzugwagen
AB4ü 64, C4ü 1808 (1913)

Klassenkennzeichnung, Eigentumsmerkmale und Wagennummern

Klassenziffern

Die Klassenziffern waren bis Mitte 1910 römisch mit schwarzen Schatten. Gut zu sehen sind die Anschriften auf dem Werkfoto eines BC von 1897.[MAN S.47] Auch viele andere Fotos der braunen Wagen (d.h. 1-3.Klasse) zeigen helle Klassenziffern mit dunklen Schatten.
Für die grauen Wagen der vierten Klasse ist die Situation schwieriger. Das einzige mir bekannte brauchbare Foto ist das Gothaer Werkfoto Di 4499. Darauf erscheinen die Anschriften aber auch schattiert.
Auch Schmalspurwagen zeigen schattierte römische Klassenziffern [Seku S.71] .
Der Doppelwagen K27/K28 auf dem Foto vom 14. Oktober 1898 [Seku S.64] zeigt sie ebenfalls.

Erstmals 1911 [C4 3319] ersetzten kleine, quasi rechteckige, dunkle Blechtafeln mit hellen, arabischen Klassenziffern die alte römische, schattierte Form.
Einzelheiten lassen sich auf einem Detailfoto von 1917 [Görlitz S.62] sehr gut erkennen. Die Schriftfarbe ist auf alle Fotos heller als andere, vermutlich gelbe Anschriften an Langträger und Wagennummernschild.[z.B.Görlitz S.62, AB4ü 64, C4ü 1808] Ich nehme daher eine schwarze Tafelfarbe mit weißer Aufschrift an.
Der Schmalspurtraglastwagen K561 von 1914 zeigt ebenfalls arabische 4.Klassenziffern. Der 631K von 1922 [Seku 77] beweist, dass auch die Schmalspurwagen "richtige" Blechtafeln bekamen - nicht nur eine etwaige angemalte Nachbildung.

Diese kleinen Blechtafeln blieben bis zur Reichsbahnzeit in Gebrauch.[C 128x]

Eigentumsmerkmale

Schon 1870 wurden unter den Klassenziffern (oder unten in Wagenmitte) gegossene Königskronen angebracht. Auf dem Foto des Triebwagen E1 sieht man deutlich, dass die Krone nicht nur aufgemalt ist. Auch andere Schrägaufnahmen sprechen dafür und machen eine Sonderbehandlung des Triebwagen unwahrscheinlich.

Sehr gut erkennbar sind die Gusskronen beispielsweise auf den Fotos des A4u 24 (1901) und Di 4499 (1900). Auch die Schmalspurwagen bekamen dieses aufwendige Eigentumsmerkmal. [z.B. Doppelwagen Seku S.64,S.65, AnsichtskartenII S.178, SR 6 S.83]

Von 1909 [AB4ü 113],[AB4ü 103] und 1910 [Di 4863][Suhr S.13: AB4ü?] sind Werkfotos mit vertauschter Gusskronenanordnung (d.h. oben Krone, unten Klassenziffern) erhalten. Man war sich über die Weiterentwicklung der Anschriften noch nicht im Klaren.

Die Werkfotos von 1910 zeigen letztmalig Gusskronen.

Von 1911 kenne ich nur ein Foto ohne Eigentumsmerkmal.[C4 3319] Eventuell wurden Wagen wirklich so ausgeliefert. Später bei der DRG gab es 1936 bis 38 ein ähnliches Phänomen. [DSOWD]

Das bekannte bunte sächsische Wappen taucht erstmals auf Werkzeichnungen des sogenannten Windbergaussichtswagens C Sa 12 vom 23.Mai 1912 [Repro Windbergbahnverein , WindbergbahnKe S.73] anstelle der gegossenen Krone auf.
Ein Werkfoto von 1913 (C4 3496 [Preuß S.242]) ist der erste fotografische Beleg dazu.
Der graue Schmalspurtraglastwagen K561 von 1914 bekam sein farbiges Wappen auf eine schwarze Fläche aufgetragen.

Farbwappen
Abb.:    Farbiges Wappen auf Email-Schild
Nachbildung an einem Museumswagen
Foto: Verfasser (Radebeul 2008)

Nach Ende der Monarchie entfielen diese Wappen wieder. Auf dem Werkfoto des Ci 2558 vom Juni 1920 [Preuß S.245] fehlt im Auslieferungszustand das Wappen (nur am Langträger ist die Aufschrift "Sächs.Sts.E.B." (ohne "K." davor) erkennbar).
Genauso wappenlos zeigen sich auch Schmalspurwagen.[631K in Seku S.77][643K in Seku S.76]

Wagennummer

Normalspur

1870 war die Wagennummer noch (gelb?) mit schwarzen(?) Schatten an der Seitenwand angeschrieben.

Spätestens 1893 wurde die Wagennummer auf einem im Grunde rechteckigen Porzellanschild mit halbkreisförmig abgerundeten Enden angeschrieben.
Unter anderem auf dem Foto des BC 1189 von 1901 [Görlitz S.61] ist die Form sehr gut zu sehen.
Die elliptische Form auf dem Piko-Modell ist unüblich. Das Foto des Serpollet-Dampftriebwagen S1 [Sachsenreport Bd.6 S.98] zeigt aber ein Schild in vergleichbarer Form.
Sogar am grauen Wagen 4. Klasse Di 4499 wurde ein aufwendiges Nummernschild angebracht.

Die Triebwagen E1 und S1 von 1904 sind die letzten fotografisch datierbaren Neubaufahrzeuge mit Porzellanschild.

Erstmals auf dem Werkfoto eines AB4ü von 1907 [Preuß S.241] ist kein Porzellannummernschild mehr zu finden. Es ist durch ein nahezu rechteckiges Schild mit gelben Ziffern auf schwarzem Grund ersetzt. Indiz der gelben Farbe sind Fotos mit deutlich dunkleren Wagennummern als die Klassenziffern. [z.B.C4u 1808, C4 3496] Die Ecken des Nummerschildes sind leicht ausgerundet.
Die ersten Auftreten 1907-1910 an Schnellzugwagen zeigen offenbar Blechschilder. Spätere Aufnahmen an Abteilwagen zeigen auch aufgemalte Wagennummern oder Abziehbilder der selben Form.
Diese rechteckige, schwarze Form mit hellen Ziffern bleibt dann bei Normalspurwagen bis zur Reichsbahnzeit unverändert. [C 2558, C128x]

Schmalspur

Im Gegensatz zu den anderen Merkmale unterschieden sich die Wagennummern der Schmalspurwagen von der Normalspur. Abgerundete Porzellan- oder rechteckige Blechschilder lassen sich nicht nachweisen.

Nach Rainer Fischer wurden die Wagennummern ursprünglich nur an den Stirnseiten aufgemalt.[Seku S.164] Die Stirnwandzeichnung im Einband seines Buches untermauert dies.

(Gelbe?) Nummernanschriften unter dem Dach zwischen den Fenstern sind dann 1910 (auf schwarzem Rechteck ?) [429K], 1916 (direkt auf Kasten) [379K] und 1922 (direkt auf Kasten) [643K in Seku S.76][631K Seku S.77] belegt.

Der (graue) Schmalspurtraglastwagen K561 von 1914 hatte dagegen eine dunkel (schwarz?) aufgemalte Wagennummer.



Nils Moh
(merman bei arcor.de)

Aufstellung der verwendeten Vorbildfotos

Vorbemerkung: "preuß" bezeichnet bei Wagennummernschilder die dunklen, rechteckigen Tafeln seit 1907, bei Zierlinien die rätselhafte abgerundete Version
Legende:
ZHE Zierlinien hell eckig
WF Werkfoto
DL Deckleisten
(AbtX) Abteilwagen mit X Achsen
(DZug) Durchgangswagen für Schnellzüge mit X Achsen
(GroX) Grossraumwagen mit X Achsen
( -S) Schmalspur
Jahr Typ Auf­bau Lang­träger Klassen/Eigentum
Wagen­nummer
Zierlinien
Räder
Achshalter
Federn
Puffer­sockel/ Puffer­teller Bildnachweis
1870 B 213
(Abt2)
du du ZHE Röm. über Krone
aufgemalt, schattiert
hell eckig auch um Fenster
grau grau [Ulbricht Tafel 35] Werkfoto
1870 B 263
(Abt2)
du du ZHE Röm. über Krone
aufgemalt, schattiert?
hell eckig, nur um Abteile
grau grau [Görlitz S.61] Werkfoto
1893 AB3ü Nr.503
(DZug3)
du du Röm. über Krone
Porzellan
hell eckig, auch um Fenster
etwas heller
du
etwas heller
du [MAN S.43, Dreiachser S.34]
1894 AB3ü Nr.122
(DZug3)
du nicht schwarz? Röm üb Krone
Porzellan
hell rund außen schwarz
etwas heller
etwas heller
etwas heller
? [Görlitz S.66]
1895 C3 Nr. 2927
(Abt3)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
du?
du
du?
du [MAN S.44]
1895 C4 2911
(Abt4)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
du
du
etwas heller
du [Görlitz S.63]
1896 AB4ü Nr.250
(Dzug4)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
du/du/du du [MAN S.47]
1897 BC4 sa 97
(Abt4)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
du
du
du
du [Vierachser S.33] WF Görlitz geliefert 1897 [Görlitz]
1897 ABC4 Nr 704
(Abt4)
du nicht schwarz
(Rev- Schatten)
Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
du
du
du
du [Abteilwagen 2 S.86]
1897 BC Nr.1169
(Abt2)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
etwas heller?
du
etwas heller
du [MAN S.47]
(weit?) vor 1898 C
(Abt2)
du du Röm
-
nicht gut sichtbar
du
du
du
du [Preuß S.244]
1899 C4 3047
(Abt4)
du du Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
?du
du
du
?du [Preuß S.241] Werkfoto
1900 Di 4499
(Gro2)
hell hell Röm üb Krone
Porzellan
nur dunkle DL
du
du
du
dunkel/hell [Preuß S.244, Gotha ] Waggonbau Gotha 1900 (!)
1901 ABC4 986
(Abt4)
du nicht schwarz? Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig
du
du
du
du [Preuß S.242] Werkfoto
1901 ?
(Abt4)
du nicht schwarz? Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig
du
du
du
du [Preuß S.242] Werkfoto
1901 BC 1189
(Abt2)
du du Röm. über Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
grau grau [Görlitz S.61] Werkfoto
1901 A4ü 24
(Dzug4)
mittel wie Wagen- kasten? Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig, detailiert um Fenster
etwas heller
dunkel
etwas heller
? [Görlitz S.66, Preuß S.240]
nach 1903 DampfTw C Nr. S1 du nicht schwarz? Röm üb Krone
Porzellan oval!
hell eckig, einige DL dunkler?
? ? [SR 6 S.98, schlechter: Preuß S.233, Lokarchiv2 S.179]
1904 AkkuTw CC Nr. E1 du nicht schwarz? Röm üb Krone
Porzellan
hell eckig + um Fenster
dunkel ? [EJ Akku-Triebwagen S.20f, Troche S.23]
1907 AB4ü
(DZug4)
du du Röm üb Krone
preuß Blechtafel!
hell rund? (Bildmitte)
du
du
etwas heller
du [Preuß S.241, PW-Archiv S.57 retusch] Werkfoto
1909 AB4ü 113
(DZug4)
du nicht schwarz? (Fabrik- Schild) Krone üb Röm(!)
preuß Blechtafel
hell rund außen braun
DL dunkler
du
du
etwas heller
nicht schwarz? [Görlitz S.65]
1909 AB4ü 103
(DZug4)
du Kasten- farbe? Krone üb röm!
preuß Blechtafel
hell rund außen braun gut sichtbar
DL dunkler
etwas heller
du
du
du [Preuß S.241] Werkfoto
28.1.1910 Di 4863 (Civ Sa 09)
(Gro2)
hell hell Krone üb Röm
preuß Blechtafel
nichts gemalt DL dunkel
etwas heller?
du
du
hell/dunkel [EM S.37]
17.9.1910 AB4ü?
(Dzug4)
du schwarz? Krone! (üb röm?)
preuß?
dunkle Deckleisten?
dunkel du? [Suhr S.13] Lieferung
1910? 429K Schmal­spur du du Arab. (üb. Skihalter)
preuss? gemalt
keine
? ? [Ulbricht Tafel 46] Baujahr: Seku S.174
1911 C4 3319
(Abt4)
du du nur Arab
preußisch
keine?
du du [Görlitz S.61] Abstell-
anlage (Beschriftung unvollst?)
1913 AB4ü sa 07 Nr 64
(DZug4)
du dunkler? Arab neben Wappen
preuß
hell rund innen braun?
etwas heller?
du
du
du [Ulbricht Tafel 43, Miba S.55, EJ 1/93 S.72]
1913 C4ü sa 07 Nr 1808
(DZug4)
du dunkler? Arab neben Wappen
preuß
hell rund innen braun?
etwas heller?
du
du
du [Ulbricht Tafel 45, Miba S.55, EJ 1/93 S.72]
1913 C4 3496
(Abt4)
du dunkler Arab üb Wappen
preuß
weder Zierlinien noch DL
hell
du
du
du? [Preuß S.242, Vierachser S.33]
1913? B 844
(Abt2)
du du Arab üb Wappen
preuß Abziehbild?
Deckleisten in Kastenfarbe?
dunkel dunkel [Ulbricht Tafel 37]
1913? C 1459
(Abt2)
du du Arab üb Wappen
preuß
Deckleisten unklar
dunkel dunkel [Ulbricht Tafel 40]
1913? D 5031 (Abt2) mittel­grau du Arab üb Wappen
preuß kein Blech
Deckleisten unklar
du
du
etwas heller?
dunkel [Ulbricht Tafel 41]
1914? C4 1934 (Abt4) du du Arab üb Wappen
preuß
Deckleisten unklar
dunkel dunkel [Ulbricht Tafel 39]
1914? Det 1 du du Arab üb Wappen
preuß
Deckleisten dunkler?
du du [EM 10.06 S.73]
1914 ABC4ü 1047 (DZug4) mittel dunkler Arab* neben Wappen
preus
hell rund pr außen schwarz, DL schwarz
schwarz
schwarz
schwarz
? [Görlitz S.66, PW-Archiv 59 retusch] *und: "Schlafabteilung"
1914 C4 sa 13
(Abt4)
du du Arab üb Wappen
nicht erkennbar
unklar
du du [PW-Archiv S.60]
1914 Di 561 K
(Gro4-S)
hell! du! Arab üb Wappen
nur Nummer du
keine
du ? [Seku S.164]
1916 Ci 379 K
(Gro4-S)
mittel mittel Arab üb Wappen
nur Nummer hell
keine
du ? [SA 3 S.45]
1916 AB4ü sa 16
(Dzug4)
du du Arab neben Wappen
nicht erkennbar
hell eckig?? DL heller??
du du [PW-Archiv S.61]
Repro schlecht
1916 C sa 16
(Abt2)
du du Arab (Wappen nicht sichtbar)
preuß, kein Blech?
hell eckig? retusch
du du [PW-Archiv S.63]
1917 Di 5379
(Gro2)
hell dunkel arab. üb. Wappen
preußisch
dunkle senkr. DL
du du [Görlitz S.62]
1917 C 1396
(Abt2)
du dunkler Arab üb Wappen
preuß
schwarze DL?
heller
du
heller
du? [Preuß S.242]
1917 D 5379
(Gro2)
hell dunkel Arab üb Wappen
preuß gemalt?
senkr. DL dunkel
du
du
heller
du [Preuß S.243]
1917 C 3588 (Abt2) du dunkler Arab üb Wappen
preuß
schwarze DL?
du
du
heller
du? glän­zend [Preuß S.244, EM S.37]
1920 C 2558 (Abt2) du dunkler Arab
preuß Abziehbild!
schw. DL. hell eckig? retusch?
hell
du
du
du? [Preuß S.245]
? ( Foto im Betrieb ) ABC4 Nr 983
(Abt4)
alle Klassen
gleich dunkel
du Arab üb Wappen
preuß Abziehbild?
Reste eckiger Zierl.?
du
du
du
du [Abteilwagen 2 S.87, Ulbricht Tafel 36]
1922 C 128x (Abt2) du dunkler! Arab
preuß
dunklere DL?
? ? [Suhr S.38, Werdau100]